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Blattbearbeitung und
Feinabstimmung
1.) Das Blatt ist
zu leicht:
Hier gibt es
die Möglichkeit, das Blatt versuchsweise etwas in Richtung Mundstückspitze
vorzuspannen um festzustellen, ob das Blatt schwerer wird. Sollte dies
der Fall sein, schneidet man die Blattspitze mit dem Blattschneider etwas
ab. Zuerst nur ganz wenig und wenn nötig, wird die Blattzunge noch ein
bisschen verkürzt. Als weitere Hilfe kann die Unterseite des Blattes nachgeschliffen
werden, wobei der Druckpunkt der Finger in Richtung Blattende verlagert
wird. Dadurch wird die Blattöffnung an der Bahn des Mundstücks größer
und das Blatt schwerer anzublasen sein.
2.) Das Blatt ist
zu schwer:
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Abb.1
kreisförmige Schleifbewegung
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In diesem Fall werden die Unterseite und die Zunge etwas nachgeglättet,
um eventuell aufstehende Fasern wegzunehmen. Ist das Blatt noch immer
zu schwer, schleift man an der Schulter ein bisschen weg (dabei kann
auch eventuell vorhandenes Rauschen des Blattes vermindert werden).
Führt auch dies nicht zum gewünschten Erfolg, muss die ganze Zunge
nachgeschliffen werden. Bei diesem Vorgang werden die symmetrischen
Blatthälften mit kreisförmiger Schleifbewegung dünner geschliffen,
wobei der Kern des Blattes nicht berührt werden darf. Ebenso soll
die Blattspitze nicht zu dünn geschliffen werden (siehe Punkt 12.).
Beim Drehtest kann
festgestellt werden, ob beide Blatthälften gleich frei schwingen können.
Dabei wird das Mundstück abwechselnd nach rechts und links gedreht
angeblasen. Schwingt eine Blatthälfte nicht frei genug, so ist diese
zu dick und muss noch nachgeschliffen werden. |
3.) Schlechte Ansprache
im tiefen Register:
Der hintere Bereich des Blattes ist zu dick. Daher muss von der Schulter
bis zur Hälfte der Zunge etwas weggeschliffen werden. Der Kern darf nicht
berührt werden.
4.) Schlechte Ansprache
im mittleren Register:
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Abb.2
Blattspitzenbereich
bearbeiten
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Im Bereich unter der Blattspitze muss etwas weggenommen werden. Bei
dieser Feinarbeit ist es besser, sich schrittweise voranzutasten,
um das Blatt immer wieder dazwischen anblasen zu können. Ebenso dürfen
die Blattspitze und beide Blattecken nicht versehentlich dünner geschliffen
werden (siehe Punkt 11. und 12.). |
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5.) Schlechte Ansprache
im hohen Register:
Die Zunge kann zu lang sein oder aber das ganze Blatt beziehungsweise
die Seitenkante ist zu dünn.
6.) Schlechte Ansprache
beim Staccato:
Die Blattspitze sowie der Blattspitzenbereich sind nicht ausgeglichen.
Das Blatt schwingt daher nicht frei genug.
7.) Das Blatt ist
eng und es strömt wenig Luft durch die Mundstücköffnung:
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Abb.3
Blattbearbeitungsbereich
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Die Unterseite ist wahrscheinlich verzogen. Daher glättet man sie
nach und achtet auf die Blattspitze, damit diese nicht zu dünn wird.
Weiters kann an den Schultern etwas weggenommen werden und das Blatt
schwingt dadurch freier. Ebenso ist es möglich, den Blattspitzenbereich
generell ein bisschen dünner zu schleifen (Abb. 3). Die Öffnung zwischen
Mundstückspitze und Blattspitze wird dadurch vergrößert. |
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8.) Das Blatt ist
weit offen, viel Luft strömt durch die Mundstücköffnung:
Die Unterseite wird etwas nachgeglättet. Führt dieser Vorgang noch nicht
zum gewünschten Erfolg, kann die Unterseite mit dem in die Mitte verlagerten
Fingerdruck nachgeschliffen werden.
9.) Das Blatt freier
und modulationsfähiger machen:
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Abb.4
kreisförmige
Schleifbewegung
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Dazu kann im vorderen Drittel der Zunge von der Seitenkante kreisförmig
nach innen etwas weggenommen werden. |
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10.) Das Blatt
rauscht:
Es ist durchaus möglich, dass sich das Rauschen des Blattes nach einigen
Übetagen vermindert. Sollte dies nicht der Fall sein, kann die Oberfläche
der Zunge generell etwas geglättet und an der Schulter ein bisschen weggeschliffen
werden.
11.) Das Blatt
säuselt:
Die Blattecken sind zu dünn und müssen daher abgerundet werden.
12.) Das Blatt
pfeift:
In diesem Fall ist die Blattspitze wahrscheinlich zu dünn. Um diesen Umstand
zu ändern muss mit dem Blattschneider ein Stück abgeschnitten werden.
Es kann aber auch ein Riss an der Blattspitze für ein ungleiches Schwingungsverhalten
verantwortlich sein.
13.) Das Blatt
"scheppert" im Klang:
Möglicherweise hat das Blatt zu wenig Kern in der Blattmitte oder die
Blattspitze ist zu dick.
copyright © 2000
Peter Leuthner
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